Grundlagen:
Grundsätzlich gilt, alle Einstellungswerte, Klicks
oder Umdrehungen an den Einstellschrauben
werden von zugestellter Dämpfung ausgehend
gezählt. Es gibt Dämpfungselemente die Klicken 30
mal, sind jedoch bei 20 Klicks schon voll geöffnet.
Durch Drehen an den Einstellschrauben wird eine
Bypass-Bohrung im Durchmesser verändert.
Diese Bohrung übernimmt im Dämpfer den Low-
Speed Bereich von der Zug oder Druckstufe. Low-
Speed bedeutet kleine Kolbengeschwindigkeiten
im Stoßdämpfer, hervorgerufen durch Bewegungsenergie,
die beim Bremsen teilweise, oder
Überfahren von kleineren Bodenunebenheiten an
den Rädern auftritt.
Bei der Zug stufe deckt der Low-Speed-Bereich, im
geöffneten Zustand, ca. 30% der Dämpfungskraft
im Ausfederweg ab. Dieser Wert ist abhängig von
der Federrate, Federvorspannung und der High-
Speed Ventil Abstimmung. Das heißt, je kleiner
die Federkraft desto grösser wird der Low-Speed
Bereich. Beim Verstellen der Zug stufe am Stoßdämpfer
wird bei manchen Dämpfern die Druckstufe
zu 20% mit verstellt.
Das High-Speed Ventil gibt, abhängig von der
Kolbengeschwindigkeit und den dadurch entstehenden
Öldruck, unterschiedliche Durchflussquerschnitte
frei. Dieser dynamische Bereich wirkt
beim Landevorgang von Sprüngen, Beschleunigen
und Bremsen in größeren Bodenunebenheiten im
Druckbereich, und bei hohen Federkräften, weit
bis voll eine gefederte Aufhängung, in der Zug stufe.
Einstellen der Gabel:
Beim Einstellen der Druck und Zug stufe gilt, einen guten Kompromiss
zwischen Fahrkomfort und Kontakt zur Fahrbahn zu
finden. Alle Veränderungen beginnen von der Grundeinstellung
aus dem Hersteller Handbuch. Liegt dieses nicht vor, empfiehlt
sich die mittlere Position einzustellen. Nachfolgende Tipps geben
Gedankensprünge um den richtigen Weg einzuschlagen.
Druckstufe zu hart
> Wenig Gefühl für die Rutschgrenze bei Kurvenfahrt
> Vorderrad verliert schnell den Bodenkontakt in Kurven
> Kleinere Bodenunebenheiten gelangen bis zum Fahrer
> Lenkerschlagen beim Beschleunigen
> Motorrad wirkt unhandlich
Druckstufe zu weich
> Front taucht beim Bremsen sofort nach unten
> Lenkerbewegungen beim Bremsen
> Große vertikale Bewegungen der Fahrzeugfront
> Vorderrad rattert beim Bremsen auch bei ebener Fahrbahn
kein Gripp und keine Spurtreue
Zug stufe zu hart
> Unkomfortables Gefühl beim Bremsen
> Plötzliches abtauchen der Front in größeren Bremslöchern
> Dämpfungsprobleme bei stark ausgefahrener Strecke
> Lenkerschlagen bei schneller Fahrt
Zug stufe zu weich
> Unkontrolliertes Ausfedern nach der Landung
> Unkontrolliertes Ausfedern beim Absprung
> Wenig Gripp, schnelles ausbrechen beim Bremsen
> Vorderrad wandert zum Kurvenäusseren
> "Dicke Unterarme"
Probleme mit durchschlagender Gabel sollten mit Erhöhung
des Ölstandes behoben werden. Fragen sie nach dem optimalen
Ölstand für ihre Gabel bei uns nach, oder benutzen sie die vom
Hersteller angegebenen Richtwerte.
Einstellen des Federbeins:
Nach Überprüfung der Federdurchhänge die Grundeinstellung
des Herstellers einstellen. Alle Veränderungen beginnen von der
Grundeinstellung aus dem Hersteller Handbuch. Liegt dieses
nicht vor empfiehlt sich die mittlere Position einzustellen.
Nachfolgende Tipps geben Gedankensprünge um den richtigen
Weg einzuschlagen.
Druckstufe zu hart
> Unkomfortables verhalten beim Beschleunigen
> Motorrad Hinterteil schlägt hoch und quer beim
Beschleunigen
> Motorrad Hinterteil schlägt hoch beim Bremsen
Druckstufe zu weich
> Wenig Haftung beim Absprung
> Schwammiges Gefühl ähnlich wie beim Plattfuß
> Schlechte Führung des Hinterrads besonders bei
Kompression
> keine Vorderradführung beim Beschleunigen am Kurvenausgang
> Kein Gripp beim Beschleunigen
Zug stufe zu hart
> Keine Traktion beim Beschleunigen in Löchern
> Motorrad wirkt unhandlich
> Hartes Gefühl beim Beschleunigen
> Motorradfront neigt beim Sprung zum Steigen
Zug stufe zu weich
> Motorrad Hinterteil federt hoch beim Bremsvorgang
> Unkontrolliertes Verhalten beim Absprung
> Unkontrolliertes Verhalten beim Landen
> Kein Bodenkontakt beim Überfahren von Wellen/Sand
> Motorradfront kippt ab beim Sprung